
Ein Mann beschließt, die Welt neu zu sehen – und wird zum Ritter. Don Quijote zieht gemeinsam mit seinem treuen Knappen Sancho Panza hinaus in Abenteuer, die irgendwo zwischen Fantasie und Wirklichkeit liegen. Sie kämpfen gegen Riesen, die vielleicht nur Windmühlen sind, und gegen eine Welt, die sich nicht so recht in Quijotes Vorstellung
fügen will. Doch bei aller Unterschiedlichkeit sind sich die beiden einig: Gemeinsam ist man weniger allein.
In einer poetischen und zugleich humorvollen Bühnenfassung nach dem Klassiker von Miguel de Cervantes, in einer Neubearbeitung von Jakob Nolte, entsteht ein vielschichtiger
Theaterabend, der von Annalisa Hohl und Marie Eick-Kerssenbrock getragen und von der Live-Musik von Ben Lageder atmosphärisch verdichtet wird. Die Musik ist dabei nicht nur
Begleitung, sondern treibende Kraft der Inszenierung – sie öffnet Räume, verschiebt Wirklichkeiten und lässt die Figuren immer wieder neu entstehen.
„Don Quijote“ ist eine Reise in den Kopf, in die Fantasie – und zugleich ein Blick auf unsere Gegenwart. Spielerisch und zugänglich nähert sich die Inszenierung Themen wie
Identität, Queerness, Männlichkeit, Einsamkeit und dem Wunsch nach Gemeinschaft. Dabei richtet sich der Abend ausdrücklich an ein breites Publikum – an Theatererfahrene
ebenso wie an Neugierige, die vielleicht zum ersten Mal den Weg in eine Aufführung finden.
Von und mit: Marie Eick-Kerssenbrock, Annalisa Hohl, Ben Lageder
Regie: Till Ernecke